Asseln

Momentan züchte ich mehrere Arten, die Zucht ist jedoch weitgehend identisch. Daher fasse ich meine Erfahrungen in einer Anleitung zusammen, gehe jedoch zum Schluss des Berichts kurz auf die jeweiligen Arten ein.

Für die Zucht von Asseln haben sich bei mir Boxen in den Maßen von ca. 40 cm x 30 cm x 20 cm (Länge x Breite x Höhe) mit Deckel ohne Lüftung bewehrt, wie sie in vielen Baumärkten zu bekommen sind. In diese fülle ich eine ca. 10 cm hohe Schicht aus feuchtem Kokoshumus und bedecke das Substrat teilweise mit Torfstücken und Eichenlaub. Der Torf dient zur späteren Entnahme der Tiere, das Laub als Versteckmöglichkeit und Futter. Darüber hinaus biete ich den Asseln Reste von Champignons, Paprika, Kartoffelpüree, gemahlene Gemüseflocken (Hundefutter) und gemahlene Haferflocken.

Die vorbereitete Box wird mit einem Ansatz angeimpft. Bei Asseln dauert es recht lange, bis die Zucht erst mal richtig angelaufen ist. Die Reprodukionsrate ist auch bei gut funkionierenden Boxen nicht mit der von Springschwänzen vergleichbar. Im Gegenzug dauert es bei Asseln wesentlich länger, bis das Substrat aufgebraucht ist. Daher beschränkt sich der Pflegeaufwand auf die Fütterung, die bei mir alle 3 – 5 Tage stattfindet. Die Boxen stehen bei mir bei 25 ° C – 28 ° C.

Aufgrund der langwierigen Vermehrung sind Asseln mehr Snack als Hauptfutter.

Zur Entnahme der Tiere lege ich etwas Futter unter die Torfstücke, sodass sich die Asseln an deren Unterseite sammeln und einfach in eine leere Dose geklopft werden können.

Tropische weiße Asseln:

Aufgrund ihrer Farbe und Größe sehr gut für Dendrobaten geeignet. Vermehrt sich nicht so gut wie die braune Assel. Bewegt sich sehr langsam und wird daher teilweise von den Fröschen übersehen.

 

Braune Asseln:

Trotz ihrer braunen Farbe wird diese Assel sehr gut von Dendrobaten angenommen. Die Größe entspricht etwa der weißen Assel, jedoch ist die braune Assel viel flinker. Sie wird von meinen Fröschen bevorzugt. Die Zucht der braunen Assel ist ertragreicher, als die der weißen Assel.

 

Kubanische Asseln:

Aufgrund ihrer Größe nur für große Dendrobaten geeignet. Diese Art erinnert etwas an die einheimische Kellerassel, jedoch bleibt sie deutlich kleiner. Sie vermehrt sich sehr gut und ist sehr flink. Die Box dieser Art sollte öfter kontrolliert werden, da sie angebotenes Futter teilweise in sehr kurzer Zeit vertilgt.

Leider ist mir vor kurzem meine Zucht eingebrochen, sodass ich zur Zeit keine Kubanischen Asseln mehr habe.



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