Springschwänze

Springschwänze sind aufgrund ihrer geringen Größe sehr gut als Futter für Dendrobaten und deren Nachzuchten geeignet. Sie ernähren sich von organischen Abfällen und lassen sich daher sehr gut mit Champignons oder Paprika aufwerten. Sie sind als Aufzuchtfutter für viele Arten unerlässlich. Die Zucht ist nicht sehr aufwendig, solange man sich an ein paar Grundregeln hält.

Bei mir haben sich 2 Arten von Dosen bewährt:

Kleine 1 Liter Dosen, wie sie auf Börsen angeboten werden.

Diese Dosen nutze ich zur Zucht von neuen Ansätzen. Sind sie ordentlich gefüllt, werden sie entweder geteilt, oder in eine größere Box zur Verfütterung gegeben. Von diesen Boxen steht immer eine größere Anzahl zur Verfügung, um einerseits die Zucht am Laufen zu halten, andererseits jedoch regelmäßig neue große Boxen ansetzen zu können.

Die Anzuchtdosen der Springschwanzzucht. Sind die Dosen gut gefüllt, wird aus 2 - 3 Dosen eine neue Box angesetzt.

Stapelbare Boxen von ca. 40 cm x 30 cm x 20 cm (Länge x Breite x Höhe) mit Deckel ohne Lüftung

Diese Boxen nutze ich nur für die Zucht der zu verfütternden Springschwänze. Für einen neuen Ansatz nehme ich eine Box, die ich mit einer ca. 7 cm dicken Schicht aus Kokos Humus und Kokos Chips (Verhältnis ca. 2:1) befülle. Korkschrot kann zusätzlich eingebracht werden, um das Substrat lockerer zu halten, es ist für die Zucht aber nicht zwingend erforderlich. Die Schicht sollte immer leicht feucht, aber nicht nass gehalten werden. Sollte sie zu trocken sein, kann sie einfach bei der Fütterung der SS mit einem Handsprüher nachbefeuchtet werden.

Auf das Substrat verteile ich dann 1 – 2 Zuchtansätze (1 Liter Dosen), wie sie oben bereits beschrieben wurden. Die Menge der SS ist entscheidend für die spätere Zucht. Im Zweifel sollten eher zu viele Tiere eingebracht werden, da die Zucht bei zu wenigen Tieren nicht ins Laufen kommt und sich Milben einnisten können. Mit einer hohen Anzahl an SS kann man dies vermeiden.

Auf das Substrat lege ich ca. 10 cm x 10 cm große Stücke von grobem Filterschwamm aus der Aquaristik. Futter wird u. a. auf diesen Schwämmen angeboten, wodurch diese bald von den SS aufgesucht werden. Zur Entnahme der SS klopfe ich die Schwämme einfach in einer leeren 1 Liter Box aus.

Box, aus der die SS zur Verfütterung entnommen werden.

Die Boxen werden dann an einen warmen Ort gestellt, Temperaturen von 23 ° C – 26 ° C haben bei mir gute Erfolge gebracht. Alle 2 – 3 Tage werden die Boxen kontrolliert und ggf. mit Futter oder Wasser versorgt. Gefüttert wird erst, wenn das alte Futter komplett verzehrt wurde. Leichte Schimmelbildung, zu der es besonders am Anfang der Zucht kommen kann, ist nicht schlimm, da die SS den Schimmel beseitigen. Aus dieser neu angesetzten Box wird dann für einen Monat nicht entnommen, damit sich die Zucht entwickeln kann. Einmal pro Monat setze ich eine neue Box an, sodass ich immer mehrere Boxen zur Entnahme habe und sich parallel einige Boxen in der Anlaufphase befinden. Werden die SS abwechselnd aus mehreren Dosen entnommen, kann sich die Zucht in den einzelnen Dosen bis zur nächsten Entnahme wieder etwas erholen und hält so länger.

Als Futter eignen sich dünne Champignon Scheiben, Paprika, Trockenhefe, zermahlende Gemüseflocken (Hundefutter), Haferflocken und Kartoffelpüree Flocken.

Entscheidet man sich für eine Zucht in den üblichen 1 Liter Dosen, kann man die Verluste durch entwichene SS in Grenzen halten oder sogar zu seinem Vorteil nutzen, indem man die Dosen in einer größeren Box stapelt, welche mit einer Lage feuchtem Küchenpapier ausgelegt ist. Die entwichenen SS sammeln sich auf dem Papier und lassen sich einfach aus der Dose klopfen. Je nach Anzahl der SS Dosen kann man mit den so gewonnenen Springschwänzen ein oder mehrere Aufzuchtbecken versorgen.



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