Bohrung für Beregnung

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Oft kommt die Frage auf, ob man ein Terrarium nachträglich mit Bohrungen für eine Regenanlage ausrüsten kann. Viele Halter trauen sich die Umsetzung jedoch nicht zu. Hier findet ihr eine kurze Anleitung, wie man am besten vorgeht.

Es ist durchaus möglich, die Bohrungen mit eingebauter Deckenscheibe nachzurüsten. Ich bevorzuge jedoch eine ausgebaute Scheibe, da sich diese bei der Bearbeitung nicht durchbiegen und springen kann.

Man benötigt einen Glasbohrer (z. B. hier zu bekommen -> Link), einen Akku Schrauber oder eine Bohrmaschine, eine Sprühflasche und eine alte Glasscheibe als Unterlage. Möchte man mehrere Löcher bohren, lohnt sich die Anfertigung einer Schablone, wie sie auf den folgenden Bildern zum Einsatz kommt.

Glasbohrer für Beregnung und Abfluss

Als erstes wird die Unterlage mit Wasser besprüht. Wenn man die zu bohrende Scheibe darauf legt, klebt diese durch das Wasser an der Unterlage fest, wodurch ein Verrutschen ausgeschlossen ist.

Alte Glasscheibe als Unterlage mit Wasser benetzt

Die zu bohrende Scheibe richtet man jetzt auf der Unterlage aus, sodass sich die Bohrung ungefähr in der Mitte der Unterlage befinden wird.

Spätere Deckenscheibe auf der Unterlage ausrichten

Die oben erwähnte Schablone richtet man jetzt auf der späteren Deckenscheibe aus. Zwischen beiden Scheiben sollte ebenfalls ein dünner Wasserfilm aufgetragen werden, damit man einen sicheren Halt findet und die Schablone nicht verrutscht.

Deckenscheibe mit Wasser besprühen und Schablone anlegen

Die Bohrstelle wird nun mit Wasser gefüllt, damit der Bohrer nicht trocken läuft.

Jetzt den Bohrer in der Schablone ansetzen und mit leichtem Druck anfangen zu bohren. Sobald der Bohrer Halt gefunden hat, keinen weiteren Druck ausüben, der Bohrer schleift sich selber ins Glas. Während der Bohrung darauf achten, dass die Stelle nicht trocken läuft!

Nachdem das Glas etwa zur  Hälfte durchbohrt wurde, dreht man die spätere Deckenscheibe um und setzt den Bohrer auf der anderen Seite an. Dadurch werden saubere Ränder ohne Abplatzungen auf beiden Seiten erzielt.

Die Bohrung jetzt unter erneutem Sprühen beenden.

Fertige Bohrung

Die größten Gefahren für eine saubere Bohrung:

  • zuviel Druck während der Bohrung (Glas kann springen)
  • Bohrung nur von einer Seite ausgeführt (unterer Rand bricht aus)
  • trocken gebohrt (zerstört den Bohrer)
  • unebene Unterlage (Glas kann springen)
  • rutschender Bohrer zu Beginn der Bohrung, weil kein Halt gefunden wurde, z. B. ohne Schablone (zerkratzes Glas)

Wenn man die oben genannten Tips beachtet und etwas Geduld mitbringt, kommt in der Regel ein sehr sauberes Ergebnis zustande.

Viel Spaß beim werkeln!

 

 



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