Erbsenblattläuse

 

Erbsenblattläuse sind ein wertvolles Futtertier, welches sich in großen Mengen züchten und verfüttern lässt. Sie lassen sich gut mit Vitaminpulver aufwerten, da dieses sehr lange an den Tieren haftet. Durch die helle Farbe sind sie für die Frösche gut zu erkennen. Aufgrund der Größe der Tiere sind sie für Jungfrösche oder kleinere Arten jedoch teilweise nicht geeignet.

Die Zucht der Erbsenblattlaus ist zu Beginn etwas problematisch und man muss etwas experimentieren, bis man einen guten Rhythmus gefunden hat. Das größte Problem war bei mir zu Beginn, dass die Erbsen entweder zu früh, oder zu spät zum Animpfen bereit standen. Setzt man die neuen Erbsen zu früh an, so kann man die Pflanzen noch etwas beischneiden. Stehen die Erbsen zu spät zur Verfügung, kann die bestehende Zucht bereits eingebrochen sein.

Der Wahl der verwendeten Erbsen habe ich zu Beginn keine große Bedeutung zugemessen. Inzwischen sehe ich diese jedoch als einen der wichtigsten Punkte an. Die Erbsen unterscheiden sich teilweise deutlich im Bezug auf Keimrate, Keimdauer und Wachstum.

Bei den am Anfang verwendeten Erbsen (Grüne Erbsen aus dem Supermarkt) vergingen bis zu 10 Tagen, bis der Ansatz mit Läusen angeimpft werden konnte. Es musste eine dicke Schicht Erbsen gesät werden, um ausreichend viele Pflanzen zu erhalten. Dadurch neigten die Ansätze zur Schimmelbildung, was weder den Erbsen, noch den Läusen gut bekommt.

Saatgut

Inzwischen verwende spezielle Futtererbsen. Diese haben eine unglaublich gute Keimrate, sodass nur eine Lage Erbsen gesät werden muss. Die Gefahr der Schimmelbildung wird somit deutlich reduziert, auch das Wachstum dieser Variante ist deutlich besser.

Jungpflanzen, bereit zum Animpfen

Für alle Erbsenarten ist die Art der Zucht aber identisch. Man bedeckt sein Saatgut für 10 – 12 Stunden komplett mit Wasser. Nach dieser Zeit werden die Erbsen gründlich unter fließendem Wasser ausgespült, bis keine Trübung mehr im Wasser zu sehen ist. Verzichtet man auf das spülen, kommt es eher zur Schimmelbildung. Beschädigte Erbsen werden aussortiert. Jetzt können die deutlich aufgequollenen Erbsen gesät werden.

Als Behälter kommen bei mir 1 Liter Dosen zum Einsatz, welche ich ohne Probleme reinigen und mehrmals verwenden kann. Diese Dose befülle ich ca. 4 cm hoch mit Blumenerde, darauf kommt eine Lage Küchenpapier. Dieses verhindert, dass bei der Entnahme der Läuse die Erde aus dem Becher fällt. Bevor ich eine Lage Erbsen auf dem Papier verteile, wird die Erde gut gegossen. Jetzt werden alle so vorbereiteten Dosen ineinander gestapelt und mit einem Becher voll Sand beschwert. Durch den Druck keimen die Erbsen besser.

Nach 2 – 3 Tagen stelle ich die Dosen auseinander und verschließe sie mit einem Stück Nylongewebe. Von nun an werden die Pflanzen für 12 Stunden pro Tag beleuchtet. Sobald die Pflanzen ca. 4 cm hoch sind, können sie mit ca. 30 Läusen angeimpft werden.

Bereit zum Animpfen

Die Tiere vermehren sich bei ausreichender Beleuchtung durch Jungfernzeugung. Sinkt die Dauer der Beleuchtung unter 12 Stunden, legen die Läuse Eier ab, wodurch sich die Zucht nicht weiter entwickelt. Bei Temperaturen von 20 ° C – 22 ° C habe ich die besten Ergebnisse erzielt.

Nach einer Woche können Läuse zur Verfütterung entnommen werden. Dazu drückt man den Becher über der Erde leicht zusammen, hält ihn leicht schräg und haucht hinein. Die Blattläuse lassen sich dadurch fallen und können leicht aus dem Becher geklopft werden.

Ich setze neue Erbsen an, sobald ich den vorherigen Ansatz mit Läusen versehen habe.



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